Begegnungen

Gary Slipper

Meine Wege führten mich immer wieder nach Mexiko, wo Wurzeln meiner Mutter zu finden sind. Ich selbst verbrachte dort eines meiner schönsten Jahre nach der Schulzeit bei meinem Patenonkel, der bis heute dort in einem Künstlerstädtchen lebt. Dort begegneten mir zwei ganz besondere Menschen, zwei Künstlerseelen, welche tief in meine Erinnerungen eingebrannt sind: Annemarie und Gary Slipper, welche ich zu gerne in ihrem Atelier besucht habe und enge Freunde wurden.

Gary faszinierte mich mit seinen Bildern zutiefst, und wenn ich neben ihm stand, hatte ich das Gefühl mit einer ganz aussergewöhnlichen Seele zu sprechen. Seine leise und ruhige Stimme werde ich niemals vergessen. Leider leben heute beide nicht mehr und sind 2018 mit über 80 Jahren verstorben.

Ich habe das grosse Glück von ihm einige Werke zu besitzen, welche nun auf meiner Webseite zu „Wort“ kommen und zum Leben erweckt werden. Die Gemälde „The Blessing“ und „All about Women“ haben für mich eine grosse Bedeutung und ihre ganz eigene Ausstrahlung in meinen Räumen und bei meiner Arbeit.

Ich hoffe sie bewegen Dich genau so wie mich!

Meine Großmutter “Ocha”

Meine Grossmutter ist mir sehr präsent. Für ihre Zeit, 1909 geboren, 2009 gestorben, eine sehr aussergewöhnliche Persönlichkeit. Sie starb aus eigenen Willen heraus kurz vor ihrem 100 Geburtstag …. gesund. Heute weiss ich, warum sie mich bis heute als Frau so inspiriert – vor allem für meine Arbeit, denn sie war gesund durch Eigensinn.

Sie lebte ihre Konstitution, war niemals krank und hatte weder Angst vor dem Leben, noch vor dem Tod. Sie war Jugendbuchautorin und hat für uns ihr Leben niedergeschrieben. Absolut furchtlos erschien sie mir und traute sich Dinge zu tun, die für ihre Zeit ungewöhnlich waren. Mutig ging sie jung der Liebe wegen nach Mexiko. Sie war nacheinander mit zwei Brüdern verheiratet, von denen der letztere (mein Großvater) jung verstarb. Danach heiratete Sie einen 20 Jahre jüngeren Mann, mit dem sie viel um die Welt reiste.

Sie liebte das Theater, sass ungern still und hatte ein großes Netzwerk an Freunden. Sie war eine echte Herausforderung für ihre Kinder,  aber für uns als Enkel war sie immer da. Mit ihren Büchern hat sie uns einen Schatz an Erinnerungen hinterlassen. Ihren Humor und ihre Schlagfertigkeit habe ich noch gut im Ohr.

Sie war vom Sternzeichen her Zwilling und im Human Design ein emotionaler Generator mit allen vier Motoren.

Für Sie galt:
„Ungewöhnliches geschieht nicht auf geraden Wegen.“ (Goethe)
und danach lebte sie.